Kein Königreich für einen Bulic + Friends

Nach dem bitteren 1:5 gegen die Zweitvertretung aus Hoffenheim geht es natürlich direkt weiter. Am Samstag um 14 Uhr empfängt unser Jahn im heimischen Jahnstadion den MSV Duisburg. Ja, richtig, der aktuelle Tabellenführer, welcher noch ungeschlagen ist und von manchen SSV-Jahn-Aufstiegsmannschaft-light genannt wird, gastiert bei uns. Zusammen mit König Rasimir. Den Titel sollte man nicht zu ernst nehmen, dennoch wollen wir den Zebras keine Punkte schenken. (Foto: SSV Jahn Regensburg)

Form bestätigen, Aufstieg möglich machen

Knapp war es letztes Jahr schon. Fast wäre es dem Meidericher Sportverein gelungen, aus der Regionalliga, wo man zweifelsfrei Zuschauermagnet war, in das deutsche Unterhaus durchzumarschieren. Zwei Punkte machten am Ende den Unterschied zur 2. Liga. Sehr bitter, alles in allem. Um der Mannschaft nicht mehr Druck aufzubauen als nötig, hielten sich die Verantwortlichen sowie Cheftrainer Dietmar Hirsch mit großen Saisonzielen zurück. Manchmal ist weniger öffentlicher Druck aber genauso wie größerer Druck, denn es ist sicherlich allen bewusst, dass der MSV aufsteigen will oder aufsteigen muss. Denn auch der MSV hat keine Gelddruckmaschine und unsere liebe Liga 3 ist nun mal nicht von größeren Geldregen gesegnet.

Der Kader des MSV ist nach wie vor ein sehr starker Kader. Die Abgänge verließen den Verein überwiegend in die 3. Liga oder in die Regionalliga, was nicht gerade dafür spricht, dass sie bei den Zebras eine große Rolle gespielt hätten.

Bei den Zugängen werden einige Jahnfans sicherlich die Augen aufreißen: Nicht nur ist Dominik Kother erneut fest in Liga 3 gewechselt, nein, auch Max Besuschkow schloss sich den Blau-Weißen an. Außerdem kamen per Leihe von Paderborn der Spieler Martin Ens und Peter Remmter von Schalke 04. Allgemein verstärkten die Zebras ihren Kader mit einigen Leihen.

Die Säulen blieben beim Club. Von Spielern, die wir gut kennen, wie Rasim Bulic oder Christian Viet, über Maximilian Braune, Joshua Bitter, Connor Noß, Patrick Sussek und vor allem Lex-Tyler Lobinger. Die Mannschaft des MSV hat durchaus Meister- bzw. Aufsteigerpotenzial.

Die bisherige Saison unterstreicht das. In der Liga neun Tore bei zwei Gegentoren. Alle Spiele gewonnen. Im Pokal gegen Elversberg schied man 1:3 aus, aber Elversberg ist auch eine sehr starke Mannschaft. Ein Saisonstart nach Maß, das kann man durchaus sagen. Lobinger führt die Torschützenliste mit einem Tor vor Lucas Hermes an und auch Christian Viet schoss ein obligatorisches Tor, wie immer. Überraschung bisher? Bulic blieb ohne Karte. Nicht schlecht, Rasim.

Was nun also bei so einer Mannschaft? Sind sie unschlagbar? Nein, mit so einer Einstellung darf man sicherlich nicht in das Spiel gehen. Denn Verl führte immerhin bis zur Halbzeit und der roten Karte 2:0. Also auch die Duisburger haben Schwachstellen. Unser Trainerteam kann diese sicherlich herausarbeiten. Fakt ist, dass Lobinger unsere Verteidigung vor ein riesiges Problem stellen wird und wir hoffen müssen, dass Hannes Hermann zeigt, was er wirklich kann.

Neuigkeiten aus Duisburg: Florian Krüger ist wohl verletzt. Für das Duell gegen uns wird er sicherlich ausfallen. Mit viel Getöse und recht unrühmlich verabschiedete sich Kapitän André Hahn aus Duisburg. Christensen wird vermutlich auch fehlen. Auch ausfallen wird Borkowski.

Wie ihr richtig gelesen habt, hat sich bei Duisburg der Kapitän verabschiedet. Der Nachfolger ist ein alter Bekannter: Rasim Bulic kehrt als König von Duisburg zurück.

Hirsch attestiert uns durchaus eine Qualität. Er würde die Niederlage gegen Hoffenheim nicht so krass einstufen.

Gegen Hoffenheim kann man schon mal unter die Räder kommen

Dietmar Hirsch in der Pressekonferenz

Der Trainer der Gegner glaubt nicht, dass es ganz so einfach wird. Des Weiteren glaubt er nicht, dass man wegen einer höheren Niederlage alles über den Haufen wirft. Laut ihm werden wir versuchen, spielerische Elemente einzusetzen und weniger auf lange Bälle zu setzen. Hirsch bringt uns also den Respekt entgegen, den wir durchaus verdient haben. Die Verletzung von Bookjans lässt die heimischen Medien in Duisburg nicht los. Der Gästetrainer wiegelte das jedoch ab. Hirsch ist sonst bemüht, die Euphorie zu bremsen. Die Mannschaft selbst ist wohl am Boden geblieben. Sie arbeitet hart, das Spiel startet bei null und sie haben viel eigene Motivation.

Die Woche beim Jahn

Das 1:5 in Hoffenheim sehen alle Beteiligten als verdient an. Man merkt auch, dass die Niederlage sowie das Auftreten noch schwer im Magen liegen. Doch wie so oft bei unserem Jahn: Mund abputzen, Niederlage nicht im Kopf behalten und weitermachen.
Sascha Hildmann, unser Chefcoach, klopfte zu Beginn der Vorbereitung aufs Holz, um zu hoffen, dass wir von Verletzungen verschont bleiben. Was sollen wir sagen, Sascha? Hat leider nicht so funktioniert.
Nicolas Oliveira kann immerhin wieder individuell trainieren. Zeteny Jano hat dafür, lt. Bericht der Mittelbayerischen Zeitung, einen riesigen Sprung nach vorne gemacht. Er könnte wohl eine Option fürs kommende Wochenende sein. Wir sind gespannt. Marco Wörner wird dem Jahn weiterhin neben unseren Langzeitverletzten fehlen.
Wie nah Glück und Unglück beieinander liegen können, zeigte uns Robin Ziegele: Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines zweiten Kindes, Ziege! Auch der Mutter herzlichen Glückwunsch und nur das Beste. Und dir eine gute Besserung. Denn Robin Ziegele hat ein Überbein und viele weitere Dinge und muss deshalb unters Messer. Er wird unserem Jahn sicherlich für einige Wochen fehlen.

Sascha Hildmann ging im Jahntalk auch wieder auf einige Themen ein. Gerade die Verletzung von Marco Wörner scheint Sascha sehr zu wurmen. Laut dem Trainer musste er nach der Niederlage nicht viel Arbeit leisten.


Die Jungs waren extrem selbstkritisch und waren natürlich auch unzufrieden. Es war ein extrem gebrauchter Tag

Hildmann im Jahntalk

Die Qualität attestierte er Hoffenheim. In den entscheidenden Momenten sah er die Mannschaft aber auch zu passiv und zu langsam im Kopf. Es wirft die Mannschaft aber wohl nicht um auch wenn es eine Ohrfeige war. Das Spiel sei aber abgehakt und man möchte nach vorne schauen. Er attestierte Duisburg auch eine sehr gute Qualität.

Lukas Baumer hat sich vom SSV Jahn verabschiedet. Wir möchten, aus Unwissenheit, hierzu weiter nichts sagen. Seinen Job übernommen hat nun Josef Eibl. Dieser konnte mit einem starken Sieg direkt Ausrufezeichen setzen. Gegen die DJK Ammerthal setzte aber wohl doch eher der Spieler Niklas Schicha das Ausrufezeichen. Hattrick-Time! Schicha, welcher Chefcoach Sascha Hildmann bereits in der Vorbereitung überzeugen konnte, scheint seinen Weg somit konsequent fortzusetzen.

Die U17 durfte sich am Tag der Jahnschmiede gegen den SSV Ulm beweisen. Leider konnte das 3:0 nicht gehalten werden und es wurde am Ende ein 3:2. Wobei der Elfmeter fast gehalten wurde. Grundsätzlich startete unsere U17 mit drei Siegen in vier Spielen sehr gut in die neue Saison.