„Frustration in Faszination und Motivation umwandeln“: Die Spieltagsvorschau

Nach der bitteren Niederlage gegen Schalke 04 muss der Jahn am Samstag um 20:30 Uhr gegen Sankt Pauli antreten. Die Hamburger spielten schon letzte Woche am Samstagabend, am Millerntor konnte man einen Punkt gegen Paderborn einfahren. Auf das Jahnstadion wartet ein spannendes und umkämpftes Spiel. Wir haben uns mit der Ausgangslage beschäftigt.

Voraussichtlichen Aufstellungen:

SSV: Meyer – Saller, Breitkreuz, Kennedy, Guwara – Gimber, Besuschkow – Wekesser, Singh, Boukhalfa – Albers
4-2-3-1 Formation
Trainer: Mersad Selimbegovic

STP: Vasilj – Zander, Ziereis, Medic, Paqarada – Smith, Irvine, Hartel, Amenyido – Burgstaller, Dittgen
4-4-2 (Raute) Formation
Trainer: Timo Schultz

5 Spiele sieglos, St. Pauli fährt mit der Siegeslust nach Regensburg

Foto: Gatzka

Nachdem man eine durchaus starke Hinrunde absolvierte und dazu die Ambitionen um einen Aufstieg unterstrich, befindet man sich aktuell in einem Formtief. Aus den letzten 5 Spielen konnte man keinen Sieg mitnehmen, lediglich 2 Unentschieden konnte man erreichen. Insbesondere die Niederlage im Stadtderby gegen den HSV sollte das Umfeld auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht haben. Nichtsdestotrotz steht man auf Tabellenplatz 2 und hat eine realistische Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga. „Wir müssen als Team funktionieren und dürfen ihnen keine Räume geben. Wir wissen, was uns erwartet und fahren optimistisch nach Regensburg. Ein Auswärtssieg wäre schön, dafür brauchen wir aber noch zwei gute Trainingseinheiten und vor allem eine sehr gute Leistung gegen einen richtig guten Gegner.“ – So Timo Schultz auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

no mistakes, no party?

In den letzten Spielen wurden gravierende Fehler begangen, was sich auch auf die Ergebnisse der Spiele widerspiegelte. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass beide Trainer ihr Hauptaugenmerk darauflegen, die kleinen Fehler mittels ausführlicher Analyse abzustellen. Sollten sich beide Mannschaften erneut fehleranfällig zeigen, könnte es eine torreiche Begegnung im Jahnstadion zu bestaunen geben. Auch die gefährlichen Standardsituationen könnten zu zahlreichen Szenen im Strafraum führen, dazu kommen zwei starke Offensivabteilungen.

Das Hinspiel am Millerntor

Foto: Gatzka

Das Hinspiel entschied Sankt Pauli mit 2 – 0 für sich, allerdings musste man viel investieren, um die Jahnelf besiegen zu können. Allerdings steht das Spiel am Samstagabend unter völlig anderen Vorzeichen als in der Hinrunde, wohingegen im Herbst beide Mannschaften einen Höhenflug erlebten, befinden sich aktuell beide Teams in einer schwierigen Phase.

Regensburg könnte erneut mit einer kämpferischen Leistung den FC St. Pauli an seine Grenzen bringen. Der Cheftrainer von Pauli ordnete in der Vorbereitung ein Zweikampf-Training an, damit man in Duellen um den Ball besser abschneiden kann als im Hinspiel, damals gewann man deutlich weniger Zweikämpfe als die Jahnelf.

Kennedy, Saller und Beste sind zurück

Foto: Gatzka
Foto: Gatzka

Die Personallage scheint sich beim SSV Jahn entspannt zu haben. Nachdem Beste aufgrund einer Verletzung ausgefallen war und Kennedy nach seiner Länderspielreise mit Kanada eine Pause benötigt hatte, sind beide wieder gegen den FC St. Pauli verfügbar. Zudem befindet sich Zwarts wieder im Aufbautraining und steigt demnächst wieder ins Mannschaftstraining ein. Die fehlende Kaderbreite insbesondere in der Verteidigung, wurde gegen Schalke 04 sichtlich ein Problem, deshalb ist die Rückkehr von Scott Kennedy eine sehr gute Nachricht. Während der Kanadier schon ein Kandidat für die Startaufstellung ist, könnte Jan-Niklas Beste noch auf der Bank Platz nehmen, da er erst kürzlich wieder voll in das Training einsteigen konnte. Auch Benedikt Saller ist nach seiner Gelbsperre wieder im Aufgebot, er steht höchstwahrscheinlich in der Startaufstellung und wird sehnlichst erwartet, nachdem sich Konrad Faber als Rechtsverteidiger gegen die Königsblauen instabil gezeigt hatte.

Das erste Mal am Samstagabend

Der Jahn scheint nun vollkommen in der 2. Bundesliga angekommen zu sein, auch vermarktungstechnisch. Nachdem sich viele Jahnfans über die fehlenden Samstagabendspiele beschwert hatten, bekommt man direkt zwei aufeinanderfolgende Spiele um 20:30 Uhr. Zudem dürfen wieder knapp 7600 Zuschauer in das Jahnstadion Regensburg, allerdings sind noch circa 2000 Eintrittskarten verfügbar und können im Onlineshop von Jahn Regensburg erworben werden.

Foto: Gatzka

Der Autorentipp:

Ich erwarte etwas optimistisch einen knappen Heimsieg für die Jahnelf (2 – 1), nach einem guten Auftritt in der Veltins-Arena können wir mit dieser Leistung auch mit St. Pauli mithalten und können mit Effektivität und einer grandiosen kämpferischen Leistung die „Kiezkicker“ besiegen.

Maximilian Aichinger