Max Aichinger im Interview: „Ich lebe, leide und liebe diesen Sport“

Servus Max, für die, die dich noch nicht kennen: Stell dein Projekt „Der-Jahn-Blog“ doch bitte mal vor.

„Der-Jahn-Blog.de“ ist ein Blog von und für Fans von Jahn Regensburg. Wir wollen eine kostenlose, neutrale und nahbare Berichterstattung rund um den SSV Jahn ermöglichen und unsere Leser stets über unseren Herzensverein informieren.


Dein Blog wird in diesen Tagen ein Jahr alt. Wie ist deine Gemütslage zum Jubiläum?

Ich glaube, wir stehen auf einer guten Basis für eine erfolgreiche Zukunft. Wie wir in den letzten Monaten gewachsen sind, ist der absolute Wahnsinn und ich hoffe, dass die Entwicklungskurve weiterhin nach oben zeigt.
Wir konnten nun mehrere einzigartige Formate etablieren und uns somit von den „großen“ Medien abheben.

Wie bist du Jahn-Fan geworden?

Ich wurde am 10. Mai 2014 bei einem 0-0 im alten Jahnstadion gegen den VfL Osnabrück zum Jahnfan. Das Spiel war zwar kein Spektakel, allerdings hat mich dieser Jahnsinn sofort in seinen Bann gezogen und seitdem lässt mich dieser Verein einfach nicht mehr los.





Wie verfolgst du die Jahnspiele?

Oft daheim vor dem TV, aber wenn es möglich ist, dann komme ich natürlich ins Jahnstadion und unterstütze die Jahnelf lautstark!

Max im Jahnstadion


War der Jahn deine erste Liebe oder war es Liebe auf den zweiten Blick?

Ich würde sagen, dass die Wahrheit in der Mitte liegt: Als kleiner Junge habe ich mit den Bayern sympathisiert, aber nie in dem Umfang, wie es nun beim Jahn der Fall ist. Wahrscheinlich weil diese Mannschaft in den Jahren von 2010 bis 2013 so erfolgreich war und auch einige legendäre Spieler wie Olic, Gomez oder Schweinsteiger im Kader waren. Nach einigen Besuchen im Jahnstadion gab es nur noch diese eine Liebe, allerdings verfolge ich die Bayern weiterhin, aber nicht als Fan.


Wir versprechen hoch und heilig, es keinem zu verraten, aber: Hast du Teams die dich neben dem Jahn interessieren?

Der Jahn steht bei mir über jeden anderen Verein, allerdings habe ich trotzdem einige Sympathien. Die Kickers aus Stuttgart und auch Blau-Weiß Linz habe ich in den letzten Jahren etwas lieben gelernt, aber ich verspüre auch Sympathie nach Neapel und in den blauen Teil nach Berlin. Allerdings verfolge ich diese Vereine nur gespannt, da sie mir in der Vergangenheit irgendwie zugesagt haben, allerdings darf man dies gar nicht mit meiner Liebe zum SSV Jahn vergleichen.


Wie kommt man als 15-Jähriger darauf, einen Blog zum Jahn zu gründen?

Wenn man sich informieren will, aber jeder Artikel von den großen Zeitungen im Regensburger Raum hinter einer Paywall steckt, dann merkt man schnell, wie der Laden läuft und ich wollte es dann eben besser machen, dazu fasziniert mich auch einfach diese Medienwelt im Fußball, auch wenn wir nur ein kleiner Teil dieser Welt sind.


Was reizt dich am Schreiben eines Blogs?

Die Mischung aus Spaß am Schreiben und der Liebe in den SSV sind für mich entscheidend, dazu möchte ich auch andere Jahnfans informieren, ohne dass sie direkt 9 € im Monat zahlen müssen.


Einen Blog zu unterhalten ist zeitaufwendig. Beißt sich das nicht mit Schule und Freizeit?

Hin und wieder, aber da greifen mir meine Kollegen immer unter die Arme und bisher haben wir stets eine gute Lösung gefunden


Würdest du dir mehr redaktionelle Unterstützung für den Jahn-Blog wünschen?

Ich bin heilfroh, dass einige mit mir dieses Ding betreiben und sie die gleiche Passion für unseren Herzensverein in sich haben wie ich, demnach bin ich wunschlos glücklich.


Leute, die mit dir zu tun haben, nennen dich manchmal mit einem Augenzwinkern „Dr. Aichinger“. Willst du uns erläutern, was es damit auf sich hat?

Haha. Ich befasse mich oft mit Statistiken, um meine Thesen zu bestätigen, da ist dieser Spitzname schnell entstanden.


Wie viel Zeit pro Tag verbringst du geschätzt mit Fußball?

Ich lebe, leide und liebe diesen Sport. Da gibt es keine Pause, wenn ich in der Schule eine Eilmeldung bekomme, dann muss die natürlich gelesen werden.


Du spielst privat auch Fußball und bist Torhüter. Wieso ausgerechnet diese Position?

Als Torwart muss man verrückt sein, deswegen haben mich meine Trainer vermutlich in den Kasten gestellt. Vorher war ich Innenverteidiger, aber ziemlich faul und bin meistens nur hinten drin gestanden, wahrscheinlich dachten sich die Trainer, dass ich im Tor besser faul herumstehen kann. 😉


Welche Vorbilder hast du – ob sportlich oder privat?

Ich habe viele Vorbilder, aber ich hebe mal Mikel Arteta hervor. Arteta ist für mich ein Vorbild, da er schon als Spieler ein Kämpfer war und nun als Trainer an diesen Werten festhält, dazu fasziniert mich seine Art und Weise wie er Fußball spielen lässt und wie er den FC Arsenal führt. Ich denke, dass Arteta die Londoner bald wieder in die Champions League führen wird und eventuell auch bald erste Titel in der Hand halten darf.

Foto: Ronnie Macdonald from Chelmsford, United Kingdom, Mikel Arteta (cropped)CC BY 2.0


Gibt es Menschen in deinem Leben, denen du dankbar bist?

Allen, die mich stets begleitet haben und mich weiterhin begleiten werden.


Bald steht dein Schulabschluss an. Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen?

Ich möchte weiterhin Profifußballer werden! Nein, Spaß beiseite, ich fange im September in einer Verwaltung an, nachdem ich meinen Abschluss gemacht habe.


Zum Abschluss nochmal Hand aufs Herz: Lieber einen Nachmittag in der Jahn-Mannschaftskabine oder einen Abend mit den Jungs vom Der-Jahn-Blog-Team (natürlich gibts für dich nur Alkoholfreies)?

Ohne einen Anwalt sage ich hier nichts mehr.


Auch wenn Max zum Abschluss nichts mehr ohne rechtlichen Beistand sagen möchte, so haben wir dennoch zwei Grußbotschaften von den Mitstreitern und Freunden des Turmfunks bzw. von 1889fm.

„Lieber Max, ganz herzlichen Glückwunsch zum Einjährigen von Der-Jahn-Blog! Bin immer wieder erstaunt, mit welcher Ausdauer und Hingabe du dein Baby betreibst. Für einen 15-Jährigen beileibe keine Selbstverständlichkeit. Ich hoffe, dass du noch weiterhin lang „am Ball bleibst“ und wünsch dir für das kommende Jahr privat und beruflich alles Gute!“ – Flo, Turmfunk

„Herzlichen Glückwunsch zu einem Jahr Der-Jahn-Blog Max! Ohne deinen expliziten Wunsch würde es heute keinen Discord-Server geben und ohne deine Analysen wäre die Jahn-Medien-Welt auch ein Stück weit langweiliger als sie eh schon ist 🙂 Ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen, ich weiß, wie schwer es ist, am Ball zu bleiben. Auf die nächsten Jahre!“ – Robert, Turmfunk & 1889fm